Vortrag in Mannheim: Gibt es ein Unsterblichkeitsgen?

11. Oktober 2018
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Öffentlicher Festvortrag zum Auftakt der Tagung „Unsterblichkeit – Menschheitstraum oder Menschheitstrauma?“

Es referiert Prof. Dr. Annette Kehnel, Historisches Institut, Universität Mannheim.

Der Traum von der Unsterblichkeit ist so alt wie die Menschheit. Dagegen steht die ebenfalls zeitlose Angst vor dem Alter. Wir alle wollen alt werden. Aber keiner will alt sein. Ist die Angst vor dem Zerfall die treibende Kraft der Unsterblichkeitsforschung? Oder ist es die Sehnsucht nach ewiger Jugend? Warum mumifizierten die alten Ägypter nicht nur ihre Herrscher, sondern gleich noch ihre Katzen? Warum feierte man in England im 19. Jahrhundert „Mumienparties“? Warum zahlen Eltern im 21. Jahrhundert viel Geld dafür, Nabelschnurblut und Stammzellen ihrer Kinder einfrieren zu lassen? Steckt hinter diesen kulturellen Praktiken aus ganz verschiedenen Jahrhunderten ein genetisch verankerter Wunsch nach Unsterblichkeit?

Die Geschichte der Sehnsucht nach Unsterblichkeit in den letzten 40.000 Jahren Menschheitsgeschichte wird derzeit in interdisziplinären Forschungskooperationen in Mannheimer Archiven und Forschungslaboren erforscht.

 

Infos:

Start
11. Oktober 2018
19.00 Uhr
Ende
20.30 Uhr
Veranstalter
Mannheimer Altertumsverein von 1859
Ort
Museum Zeughaus C5, Florian-Waldeck-Saal, Mannheim