Vortrag in Stettfeld: Die Juden im römischen Reich

23. Oktober 2018
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Es referiert Ute Schall, Buchen.

Heute sorgt er fast täglich für Schlagzeilen: Der schmale Küstenstreifen am östlichen Mittelmeer, das heutige Israel. Doch den römischen Geschichtsschreibern war er lange kaum eine Erwähnung wert. Erst als sich die Juden in einem blutigen Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht erhoben, erkannte man im Zentrum der Weltmacht die von dort für den Bestand des Imperiums drohende Gefahr …

In leicht verständlicher Sprache erzählt Ute Schall die Geschichte der Juden, beginnend von der Befreiung der Hebräer aus der ägyptischen Knechtschaft bis zur Vernichtung Judäas im Jahr 135 n. Chr. unter Kaiser Hadrian, ein sich über Jahrzehnte hinziehender Kampf Davids gegen Goliath. Er endete mit der Vertreibung der Juden aus Jerusalem, der Hauptstadt ihres Glaubens, deren Betreten ihnen fortan bei Todesstrafe verboten war. Nur für einen einzigen Tag im Jahr wurde ihnen die Rückkehr gestattet, um ihr Schicksal an den Resten der Umfassungsmauer des Tempels zu beweinen …

Ironie der Geschichte: Der jüdische Staat ist nach mehr als achtzehn Jahrhunderten neu erstanden, um den Juden aus aller Welt wieder eine Heimat zu bieten. Das Großreich der Römer hingegen gibt es seit eineinhalb Jahrtausenden nicht mehr, und es wird es wohl trotz aller Bemühungen, Europa zu einigen, in seiner damaligen Form nie mehr geben.

Eintritt: 2.- €

Infos:

Start
23. Oktober 2018
19.00 Uhr
Ende
20.30 Uhr
Veranstalter
Freundeskreis Römermuseum Stettfeld und das Bildungswerk der Seelsorgeeinheit Ubstadt-Weiher
Ort
Römerkeller (Stettfeld)